Bayer kauft sich von US-Kartellverfahren frei

28. Juli 2004, 11:16
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Konzern gibt Kartellrechtsverstoß auf Kautschukmarkt zu und willigt in Millionenzahlung ein

Washington - Der Chemiekonzern Bayer hat in die Zahlung einer Geldstrafe von 66 Mio. Dollar (53,3 Mio. Euro) in den USA wegen illegaler Preisabsprachen auf dem Kautschukmarkt eingewilligt. Wie das Justizministerium in Washington am Mittwoch mitteilte, bekannte sich das Leverkusener Unternehmen im Rahmen einer gütlichen Einigung schuldig und sagte seine Kooperation mit den Ermittlungsbehörden zu dem Fall zu. Die Einigung muss jetzt noch vom zuständigen Bundesgericht in San Francisco gebilligt werden.

Nach Angaben der Anklage soll Bayer zwischen 1995 und 2001 mit ungenannten Chemieproduzenten kartellrechtswidrige Absprachen getroffen haben, um in den USA und anderswo die Konkurrenz für bestimmte Waren aus Gummi zu unterdrücken. Kautschukchemikalien werden verwendet, um die Elastizität und Haltbarkeit von Produkten wie Reifen, Möbel, Schläuche, Gürtel und Sandalen zu erhöhen. (APA)

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