Deutsche Botschaft in Mosambik weiter besetzt

16. Juli 2004, 14:27
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Ex-DDR-Vertragsarbeiter fordern hunderte Millionen Dollar

Berlin - Die deutsche Botschaft in Mosambik wird weiter von mosambikanischen Ex-DDR-Vertragsarbeitern besetzt gehalten, die sich von ihrer Regierung um hunderte Millionen Dollar geprellt sehen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte am Donnerstag in Berlin auf Anfrage, der deutsche Botschafter bemühe sich intensiv um eine Lösung. Er sei weiter in Verhandlungen mit den Besetzern und der mosambikanischen Regierung.

Seit Dienstag halten sich rund 40 Mosambikaner in der Botschaft in Maputo auf, die die Interessen von etwa 11.000 ehemaligen DDR- Vertragsarbeitern vertreten wollen. Sie fordern von Deutschland Druck auf die mosambikische Regierung, Sozialversicherungsbeträge von mehreren hundert Millionen Dollar zu zahlen, die die DDR bis zum Mauerfall 1989 überwiesen habe. Die Regierung habe aber nur eine sehr viel kleinere Summe in Aussicht gestellt.

Das Geld sollte den Vertragsarbeitern nach Rückkehr in ihr Heimatland den Start in eine sichere Existenz garantieren. (APA)

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