Unzufriedenheit bei ÖVP-Senioren

16. Juli 2004, 15:08
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Knafl verlangt Anerkennung der Kindererziehungszeiten für Frauen, die Kinder vor dem 1.1.1956 geboren haben

Wien - Auch die ÖVP-Senioren melden nun Forderungen zu dem von der Regierung vorgelegten Plan zur Harmonisierung der Pensionssysteme an. Der Obmann des Seniorenbundes verlangte am Donnerstag in einer Aussendung, dass auch Frauen, die vor dem 1. Jänner 1956 Kinder geboren haben, ihre Kindererziehungszeiten angerechnet bekommen.

Nach den Regierungsplänen werden in Zukunft für jedes Kind vier Jahre als pensionsbegründende Zeiten angerechnet und auch die Bemessungsgrundlage soll mit 1.350 Euro, dem Medianeinkommen der Frauen, verdoppelt werden. Das ist für Knafl zwar grundsätzlich positiv zu bewerten. "Auf eine Gruppe wurde aber bisher vergessen, auf jene Mütter, die vor dem 1.1.1956 Kinder geboren und damit die Grundlage für unseren heutigen Wohlstand gelegt haben. Ihre Leistungen der Kindererziehung sind genau so anzuerkennen, wie dies für jetzt geborene Kinder im Zuge des neuen, harmonisierten Pensionssystems erfolgen wird."

Damit würden viele Mütter erstmals eine eigene Pension bekommen "und jene Gerechtigkeit erhalten, die ihnen auch zusteht. Die Erfüllung dieser Forderung 50 Jahre nach Unterzeichnung des Staatsvertrages wäre ein sozialer Akt der Gerechtigkeit", meinte Knafl. (APA)

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