UNO-Menschenrechtskommission sehr besorgt über Lage in Nepal

16. Juli 2004, 21:28
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Berichte über Geheimgefängnisse für Unterstützer maoistischer Rebellen

Genf - Die UNO-Menschenrechtskommission hat sich äußerst besorgt über die Lage in Nepal geäußert. Es gebe zahlreiche Berichte über Menschenrechtsverletzungen, teilte die Kommission am Donnerstag in Genf mit. Danach werden unter dem Verdacht festgenommene Menschen, maoistische Rebellen zu unterstützen, an geheime Orte gebracht. Dort liefen sie Gefahr, gefoltert oder anderen Formen grausamer und inhumaner Behandlung einschließlich Vergewaltigungen ausgesetzt zu werden.

Seit Jahresbeginn habe die Kommission bereits 146 dringende Appelle und Anfragen an die nepalesische Regierung geschickt, von denen viele unbeantwortet geblieben seien. Die Regierung habe auch praktisch keine Informationen über die Schicksale von Menschen gegeben, die an geheimen Orten festgehalten werden. In dem Himalaya- Staat kämpfen Maoisten seit 1996 für ein kommunistisches Regime. Der Konflikt hat bisher mehr als 10.000 Menschen das Leben gekostet. (APA)

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