Mobilkom Austria: Chancen auf Übernahme serbischer Mobtel gestiegen

23. Juli 2004, 10:13
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Verhandlungen mit Mehrheitseigentümer "weit fortgeschritten" - Lobbying bei Belgrader Politikern soll "Schub" geben

Die Chancen der Mobilkom Austria, den serbischen Mobilfunkbetreiber Mobtel übernehmen zu können, sind in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Nach Angaben von Erich Gnad, Bereichsleiter für Business Development bei der Mobilkom, sind die Verhandlungen mit dem Mehrheitseigentümer, der Unternehmerfamilie Karic, weit fortgeschritten. Und auch Belgrader Politiker äußerten sich am Mittwoch beim Besuch einer österreichischen Wirtschaftsmission positiv.

Nemsic bestätigte Interesse

Im März hatte Mobilkom-Chef Boris Nemsic das Interesse des größten österreichischen Mobilfunkbetreibers an einer Übernahme bestätigt. Gnad erklärte am Mittwoch gegenüber der APA, Ziel sei es, 100 Prozent an der Gesellschaft zu erlangen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Mobilkom zum einen mit Bogoljub Karic, der die in Moskau registrierte BK Trade führt, ins Reine kommen. Karic hält formal 51 Prozent an der Mobtel, der Rest gehört der staatlichen Post.

"Sehr weit gekommen"

Man sei mit Karic bereits "sehr weit gekommen", meinte Gnad, der mit der Wirtschaftsmission nach Belgrad geflogen war. Der Unterstützung durch die offizielle Politik kann sich die Mobilkom jedenfalls sicher sein. Vizekanzler Hubert Gorbach (F) und der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) äußerten bei ihren Gesprächen mit den Ministern Pregrad Ivanovic und Pregrad Bubalo sowie gegenüber Vizepremier Miroljub Labus die klare Bitte, das österreichische Unternehmen bei seinen Bemühungen zu unterstützen.

Der für die Wirtschaftsbeziehungen Serbiens zuständige Bubalo meinte daraufhin, er könne zwar nichts versprechen, fügte aber hinzu: "An Ihrer Stelle würde ich aber schon zu sparen beginnen, um die Übernahme bezahlen zu können." Auch von Ivanovic und Labus kamen positive Signale. Voraussetzung für den Deal ist aber, dass eine Übereinkunft mit Karic erzielt wird. Interesse an der Mobtel haben auch Vodafone und die Deutsche Telekom bekundet. Am Mittwoch hieß es allerdings in Belgrad, von diesen beiden Interessenten habe man schon längere Zeit nichts gehört.(APA)

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