Trafikanten bespitzeln Schmuggler

15. Juli 2004, 20:27
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Allzu eifrige Einkäufer werden jenseits der Grenze beobachtet, um dann den heimischen Zollfahndern Hinweise zu liefern

Wien - Ostösterreichische Trafikanten engagieren jetzt Detektive um den privaten Zigarettenschmuggel einzudämmen. Allzu eifrige Einkäufer werden jenseits der Grenze bespitzelt, um dann den heimischen Zollfahndern Hinweise zu liefern. Die Trafikbetreiber entschlossen sich zu dieser drastischen Maßnahme, da der Wegfall der systematischen Grenzkontrollen im Zuge der EU-Erweiterung zu massiven Umsatzeinbußen - bis zu zwanzig Prozent - führten. Denn nach wie vor gilt trotz EU-Erweiterung die Zollfreigrenze für Zigarettenimporte auf dem Landweg. Limit: 25 - Stück, nicht Packungen.

Der Bundesgremialvorsteher der Tabaktrafikanten, Peter Trinkl, rechtfertigt die Verfolgungsaktion als "Notwehr", da speziell in den Grenzregionen einige Trafikanten ums wirtschaftliche Überleben ringen. Man habe sich auch an Innenminister Ernst Strasser gewandt, der zugesagt habe, sich um einen Lösungsansatz für das Problem zu bemühen, so Trinkl. (APA, die, tb, DER STANDARD Printausgabe 15.7.2004)

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