Fressen gegen den Frust

18. Juli 2004, 17:00
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Wieso der Trost aus dem Kühlschrank nicht funktioniert - ein Buchtipp

Welche Frau kennt sie nicht, die plötzlichen Fressattacken, die eine zum Kühl- oder Vorratsschrank laufen lassen, um dann wahllos und in äußerster Schnelligkeit große Mengen einer bunten Mischung an Lebensmitteln in sich hinein zu stopfen. Käse, Wurst, Gurken, Brot, Aufstriche, Marmelade, hinten nach noch Kekse, Schokolade, Chips, Speiseeis ... was immer.

Kaum ist der Anfall vorbei, der Magen drückt bis zur Übelkeit, Ekel gegen sich selbst steigt auf, schwört frau sich, das nie wieder zu tun. Doch schlimmstenfalls wenige Stunden später, am nächsten Tag oder nach einigen Tagen wiederholt sich das blanke Hineinfressen ohne richtigen Appetit aufs Neue. Die Rede ist hier nicht von Bulimie, der Fress-Brech-Sucht, denn bei den meisten Frauen handelt sich gar nicht um eine ernsthafte Erkrankung, sondern eher um ein Laster, eine schlechte Gewohnheit, möglicherweise um eine Sucht, die sie zum Fressen treibt.

Doch was steckt dahinter? Essen als Ersatzhandlung, Kompensation von irgend welchen unbefriedigenden Lebensumständen? Aus Langeweise, Einsamkeit, Mangel an Liebe / Sex, Verdrängen von Gewalterfahrungen...

Die Autorin Louise Vincent zeigt in einfachster und leicht zu lesender Form – mit vielen Erfahrungsberichten auch persönlicher Natur – wie Frauen aus dem Teufelskreis von Frust – Fressen – Frust hinaus kommen können. (dabu)

  • Louise Vincent:
Trost aus dem Kühlschrank
Warum man Frust nicht wegessen kann
Übersetzt von Kristina Ruhl
Bastei Lübbe 2004
ISBN 3-404-66390-X
Euro 6,90
    foto: buchcover/bastei lübbe
    Louise Vincent:
    Trost aus dem Kühlschrank
    Warum man Frust nicht wegessen kann
    Übersetzt von Kristina Ruhl
    Bastei Lübbe 2004
    ISBN 3-404-66390-X
    Euro 6,90
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