Peru: Gewerkschaft ruft zum Generalstreik gegen Toledo auf

16. Juli 2004, 20:08
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Organisatoren erwarten 300.000 Teilnehmer - Großes Polizeiaufgebot in Lima

Lima - Ein Aufruf zum Generalstreik in Peru ist am Mittwoch bei vielen Arbeitnehmern nur auf geringe Resonanz gestoßen. Auch Unterstützer der Protestaktion des Gewerkschaftsverbandes machten sich auf den Weg zur Arbeit, weil sie keinen Verdienstausfall riskieren wollten.

Der Dachverband von 150 Einzelgewerkschaften wollte mit dem eintägigen Streik die Forderung nach höheren Löhnen und einer Einschränkung marktwirtschaftlicher Reformen bekräftigen.

Die Organisatoren erwarteten für den Nachmittag (Ortszeit) rund 300.000 Teilnehmer zu einem Protestmarsch in der Hauptstadt Lima. Die Regierung mobilisierte 93.000 Polizisten zur Sicherung der öffentlichen Ordnung. Außerdem sollten auch Soldaten zum Schutz öffentlicher Einrichtungen eingesetzt werden.

Unterstützt wurde der Ausstand vom früheren Präsidenten Alan Garcia und seiner Aprista-Partei. Garcia hat bereits seine Kandidatur für die Präsidentschaft 2006 erklärt. Die Zustimmung zu Amtsinhaber Alejandro Toledo ist in den Meinungsumfragen in diesem Jahr auf weniger als zehn Prozent gesunken. (APA/AP)

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    Die bedrängte Regierung Toledo bot 93.000 Polizisten zur Sicherung der öffentlichen Ordnung auf.

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