Afghanistan: ISAF unterstützte selbst ernannte "Anti-Terror-Kämpfer"

16. Juli 2004, 21:28
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US-Bürger hielten acht Menschen illegal fest

Kabul - Drei vergangene Woche in Kabul festgenommene selbst ernannte Anti-Terror-Kämpfer aus den USA haben Unterstützung von der NATO-geführten Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) erhalten. ISAF-Sprecher Chris Henderson räumte am Mittwoch ein, dass NATO-Soldaten an drei Tagen Ende Juni gemeinsam mit den drei US-Bürgern in Privathäusern in Kabul "jeweils eine kleine Gruppe von Personen festnahmen".

Der "Chef" des Trios habe sich der ISAF als Mitglied von Spezialtruppen vorgestellt, deren Uniform getragen und "sich auch so verhalten". Die drei Männer sollen in Afghanistan inhaftiert sein. Über ihre genaue Rolle und mögliche Verbindungen zu US-Geheimdiensten waren zunächst keine Einzelheiten bekannt.

Der afghanische Geheimdienst hatte die drei US-Bürger zusammen mit vier Afghanen am 5. Juli festgenommen. Nach amtlichen Angaben der USA und Afghanistans hielten sie in einem zu einem Gefängnis umfunktionierten Haus in Kabul mindestens acht Menschen illegal fest. Laut afghanischem Innenministerium gaben sie sich als Mitglieder einer so genannten Task Force Sabre 7 aus und operierten unter dem falschen Namen eines Import-Export-Unternehmens. (APA)

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