Medion reichte Klage gegen Gericom ein

14. Juli 2004, 15:18
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Streit um 24,9 Prozent Aktienpaket nun vor Gericht

Der Essener Elektronikhändler Medion ist wie angekündigt vor Gericht gezogen, um den bereits vereinbarten Einstieg beim österreichischen Notebook-Hersteller Gericom zu erzwingen.

Klage gegen die Beteiligungsgesellschaft von Gericom-Gründer und -Vorstandschef Hermann Oberlehner

Medion-Finanzvorstand Christian Eigen bestätigte am Mittwoch, dass sein Unternehmen Klage gegen die Beteiligungsgesellschaft von Gericom-Gründer und -Vorstandschef Hermann Oberlehner eingereicht habe. Medion hatte vor vier Monaten mit Oberlehner den Erwerb eines Gericom-Aktienpaketes von 24,9 Prozent vereinbart, das von dessen Beteiligungsgesellschaft gehalten wird.

Verhindert

Mittlerweile jedoch wollen die Österreicher den Einstieg verhindern. Gericom wirft Medion vor, mit der Beteiligung einen lästigen Wettbewerber ausschalten zu wollen, und sieht die Finanzspritze nicht mehr als notwendig an. Die Essener betonen demgegenüber, alle vertraglichen Verpflichtungen erfüllt zu haben. Im März galt der Einstieg von Medion noch als letzte Rettung für Gericom.

Bestätigung

Ein Sprecher des Landgerichtes Essen bestätigte nun den Eingang der Klage. Diese sei aber der beklagten Firma noch nicht zugestellt worden. Gericom-Aufsichtsratschef Stefan Pierer hatte Reuters am Montag in Wien gesagt, er werde sich mit Medion-Vorstandschef Gerd Brachmann treffen, um die Situation zu beraten. Ein Termin stehe indes noch nicht fest, hatte Pierer gesagt. (APA)

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