Ein "Architekturjahr" wartet auf Wien

20. Juli 2004, 12:16
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UNESCO-Welterbekonferenz, Festivals und eine neue Internetplattform

Wien - "Wien ist die Welthauptstadt der Architektur- Veranstaltungen", meint Dietmar Steiner, Direktor des 1993 eröffneten Architekturzentrum Wien (Az W). Architektur-Events boomen seit Jahren, und das Jahr 2005 gilt bereits als inoffizielles "Architekturjahr 2005". So soll vom 12. bis 15. Mai eine "Welterbekonferenz" der UNESCO in Wien stattfinden, neben weiteren zahlreichen Veranstaltungen, Ausstellungen und Führungen. Die Stadt Wien richtete unter wienarchitektur.at eine neue Internetplattform ein, die alle Events vernetzt und einen täglich aktualisierten Überblick über die Architekturszene bietet.

"Vienna Memorandum"

"Welterbe und zeitgenössische Architektur - der Umgang mit historischen Stadtbildern" ist der Titel der UNESCO-Konferenz, die ihren Anlass in der jüngsten Diskussion um das Projekt "Wien Mitte" hatte. Im vergangenen Jahr drohte die UNESCO-Kommission für das Weltkulturerbe an, Wien das Prädikat "Weltkulturerbe" zu entziehen, falls die vier Hochhäuser entsprechend der ursprünglichen Planung gebaut werden sollten. Ähnlich geht es derzeit der Stadt Köln, wo ein geplantes Hochhaus-Areal auf der dem Dom gegenüber liegenden Seite des Rheins die "Welterbe"-Zertifizierung bedroht. Innerhalb eines "Vienna Memorandums" soll während der Konferenz eine Übereinkunft erarbeitet werden, die Kriterien für den Umgang mit Denkmalpflege und Stadterhaltung festlegt.

Weitere Veranstaltungen werden auch 2005 von der Österreichischen Gesellschaft für Architektur (ÖGFA) angeboten, die regelmäßig etwa Führungen durch neue Bauten anbietet. Auch zahlreiche Architektur-Ausstellungen wird es geben, so wie das Architekturfestival "TurnOn". Im AzW ist neben Diskussionsabenden und Führungen auch die dritte Etappe der "a_schau. Österreichische Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts" geplant. Der Wiener Tourismusverband (WTV) wird den Schwerpunkt "Architekturjahr" in seinen Produkten weltweit bewerben, wie es in einer Aussendung des Wiener Stadtentwicklungsamtes heißt. (APA)

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