Feichtlbauer kritisiert "Skandal der Heuchelei"

15. Juli 2004, 20:04
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Katholischer Publizist: Kirche verhängt Höllenstrafen gegen andere und vertuscht im eigenen Bereich

Wien - Der katholische Publizist und frühere Vorsitzende der Plattform "Wir sind Kirche", Hubert Feichtlbauer, hat in der Sex-Affäre im St. Pöltner Priesterseminar vor allem Kritik am "Skandal der Heuchelei" geübt. "Das Problem entsteht dadurch, dass wir es mit einer Kirche zu tun haben, die nicht genug Höllenstrafen denen antun kann, die solchen sexuellen Betätigungen nachgehen und im eigenen Bereich reden sie nicht darüber, wenn es sein muss, streiten sie es ab, solange es geht und wenn das Abstreiten nix mehr hilft, wird vertuscht und verniedlicht", so Feichtlbauer in der "ZIB 2" des ORF am Dienstag.

Seiner Ansicht nach sei der St. Pöltner Diözesanbischof Kurt Krenn nicht mehr haltbar. "Meines Erachtens nicht. Aber wir sind schon an alle möglichen Dinge gewöhnt. Die Art, wie die oberste Kirchenleitung in Rom mit dem Fall Groer umgegangen ist, war zutiefst enttäuschend. Das lässt unter Umständen ähnlich Schlimmes auch für St. Pölten befürchten", sagte Feichtlbauer. (APA)

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