US-Mediziner wollen Cholesterin-Richtwerte senken

19. Juli 2004, 19:42
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Es geht um bis zu siebzig Milligramm pro Deziliter Blut bei Herzkranken

Houston/New York - Herzkranke sollten nach Angaben von US-Ärzten ihre Werte für das "schlechte Cholesterin" (LDL) stärker als bisher senken. Als akzeptabel gelten demnach nur noch Werte bis 70 Milligramm pro Deziliter Blut (mg/dl) statt bisher 100. Das schreiben Forscher der Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH), der Amerikanischen Herzgesellschaft (AHA) in Houston und der Kardiologenvereinigung ACC am Dienstag übereinstimmen im Fachblatt "Circulation".

Der neue Wert gelte für Patienten nach einem Infarkt, mit Diabetes, Bluthochdruck und Raucher. Wer dagegen einer niedrigen bis mittleren Risikogruppe angehöre, brauche nicht unter LDL-Werte von 160 beziehungsweise 130 zu gehen.

Zu den cholesterinsenkenden Maßnahmen gehören fettreduzierte Nahrung, Sport oder zumindest regelmäßige Bewegung und bei einem hohen Risiko auch die Einnahme LDL senkender Medikamente. Ob jedoch der neue Niedrigwert von 70 LDL in jedem Fall mit dieser Kombination zu erreichen ist, wird von manchen Ärzten bezweifelt. (Apa)

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