Ein Toter und hunderte Festnahmen bei Großrazzia in Bagdad

15. Juli 2004, 13:53
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Polizeieinsatz richtete sich gegen organisiertes Verbrechen

Bagdad - Beim größten Polizeieinsatz zur Verbrechensbekämpfung seit dem Sturz Saddam Husseins hat die irakische Polizei in Bagdad nach eigenen Angaben einen Verdächtigen getötet und etwa 500 weitere festgenommen. Den Festgenommenen würden Mord, Entführung und Diebstahl vorgeworfen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag.

Der Einsatz in einem Bagdader Innenstadtviertel am Vortag habe sich gezielt gegen das organisierte Verbrechen gerichtet. Ein Iraker, der sich seiner Festnahme habe widersetzen wollen, sei erschossen worden.

An dem Einsatz seien 500 Angehörige der Polizei und der Sicherheitskräfte beteiligt gewesen, sagte der Sprecher. US-Soldaten seien nicht eingesetzt worden. Die Festgenommenen seien ausnahmslos Iraker.

Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Kriminalität in der irakischen Hauptstadt sei seit dem Sturz Saddam Husseins förmlich explodiert. Er machte dafür die hohe Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen verantwortlich, die er mit 75 Prozent bezifferte. (APA)

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