Dem Computer die Zicken austreiben

21. Juli 2004, 10:19
posten

Launiger Ratgeber für weniger Stress im PC-Alltag

Wenn Windows und Word mal wieder nicht so wollen, wie man selbst, möchte man die Platinen-Kiste am liebsten aus dem Fenster werfen. Für alle, die "jemals auch nur eine Spur von Feindseligkeit" gegenüber dem eigenen Computer verspürt haben, hat Steve Bass, Mitherausgeber der amerikanischen Zeitschrift "PC World", jetzt einen besonders launigen Ratgeber geschrieben.

Danke

Zum Einstieg dankt der Autor Bill Gates und Microsoft - denn "ohne sie wäre dieses Buch nicht möglich gewesen und auch nicht nötig". Dann bekennt Bass, dass er sich selbst schon jahrelang über den Computer ärgert und seinen Leser zeigen möchte, wie man da gezielt Abhilfe schaffen kann.

Frust

Seine Themen sind die Anwendungen, die im Alltag eines Privatanwenders am häufigsten eingesetzt werden: E-Mail, der Umgang mit Betriebssystem und Office-Programmen, Internet und Multimedia. Dabei geht der "PC-World"-Kolumnist zuerst auf allgemeine Probleme ein, ehe er konkrete Lösungen für gängige Programme vorstellt. Bei der Bewältigung des täglichen E-Mail-Frusts sind das etwa Outlook, Outlook Express, AOL, Eudora und der Web-Mailer Hotmail. Diese Auswahl ist zwar an den Verhältnissen in den USA orientiert, Übersetzung und Screenshots sind aber auf Besonderheiten der deutschsprachigen Software abgestimmt.

In der einen oder anderen Weise schon mal irgendwo gelesen

Einige Empfehlungen hat man sicherlich in der einen oder anderen Weise schon mal irgendwo gelesen. Andere Tipps wie die Erläuterungen zur Windows-Aktivierung sind in dieser Deutlichkeit bislang aber kaum zu finden. Wo die Bordmittel von Windows und Standardprogrammen nicht ausreichen, führt Bass interessante Freeware- oder Shareware-Programme auf, mit deren Hilfe sich neue Wege zu einem freundlicheren Windows eröffnen. Diese Programme werden zum Teil auch auf der Web-Site zum Buch bereit gehalten. Der ultimative PC-Ärger-Tipp aber wird ganz beiläufig bei der Vorstellung der Mitwirkenden aufgeführt: "Wenn der Computer zu nervig wird, geht Carl wandern."

Neue Lesergruppen

Mit seinem Kummerkasten für leidgeplagte Windows-Nutzer öffnet sich der O'Reilly-Verlag neuen Lesergruppen. Bislang ist der mit einem eigenen Standbein in Köln vertretene US-Verlag vor allem für seine Fachliteratur über Programmiersprachen und Internet-Techniken sowie für sein Engagement in der Open-Source-Szene bekannt. Der jetzt vorgelegte Band unter dem Titel "Wenn der PC nervt..." macht Lust auf mehr - zumal der Stress mit PC-Hardware von Bass nur kurz angerissen wird.(APA/AP)

)

Share if you care.