Haider will Harmonisierung in Kärnten umsetzen

13. Juli 2004, 16:05
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Landesbeamte können derzeit mit 61,5 Jahren in Pension gehen

Klagenfurt - Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) will eine Harmonisierung der Pensionen auf Landesebene mit dem am Montag präsentierten Bundesmodell durchsetzen. Bereits im Jänner dieses Jahres hatte er sogar eine Volksbefragung angekündigt, um das System per 1. Jänner 2005 an das ASVG-Modell anzugleichen.

Ziel müsse es sein, so Haider, dass alle Bundesländer "harmonisiert" würden. Er äußerte allerdings Zweifel, ob dies in naher Zukunft auch umsetzbar sein würde: "Einige haben ja noch schnell ihre eigenen Regelungen beschlossen, wie etwa Wien."

Derzeit können Kärntner Beamte frühestens mit 61,5 Jahren in Pension gehen. Diese Regelung gilt seit 1. Jänner, im vergangenen Jahr lag das Antrittsalter noch bei 60 Jahren. Die Höhe der Pension beträgt 80 Prozent vom Letztbezug, wenn zumindest 35 Versicherungsjahre vorliegen. Für jene Beamten, die nach Oktober 1995 in den Landesdienst eingetreten sind, gilt allerdings bereits eine Mindestdauer von 40 Versicherungsjahren, damit der volle Anspruch gegeben ist.

Ab dem Jahr 2010 gibt es nach der jetzigen Regelung weiter reichende Änderungen. Die Pension sinkt zunächst auf 79 Prozent des Letztbezuges. In Vier-Jahresabständen wird der Anspruch jeweils um einen weiteren Prozentpunkt gesenkt, bis 2022 dann 76 Prozent des Letztbezuges als Höchstpension ausgezahlt werden. Wer in Frühpension gehen will und die 35 Dienstjahre schon hat, muss pro Jahr, das er früher geht, zwei Prozent Abschlag in Kauf nehmen, die Regelung ist mit 18 Prozent gedeckelt. Die pensionierten Beamten zahlen einen Pensionssicherungsbeitrag von 1,5 Prozent, der Pensionsbeitrag der Aktiven liegt derzeit bei 11,75 Prozent. (APA)

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