Sharon verhandelt auch mit religiösen Parteien über neue Koalition

13. Juli 2004, 13:44
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Angebot an Shas und Vereinigtes Thora-Judentum soll Arbeiterpartei unter Druck setzen

Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat nach seinem Angebot an die oppositionelle Arbeiterpartei offenbar auch zwei religiöse Parteien zu Koalitionsverhandlungen aufgefordert. Die Einladung an die orientalische Shas und an das ultraorthodoxe Vereinigte Thora-Judentum - mit 11 bzw. fünf Mandaten in der 120 Sitze zählenden Knesset - sei als eine "Warnung" an die Arbeiterpartei zu verstehen, keine überzogenen Forderungen zu stellen, verlautete am Dienstag aus informierten Kreisen in Jerusalem.

Die gleichzeitig geführten Verhandlungen mit der Linken und der religiösen Rechten sollten auch die starke Opposition innerhalb von Sharons Likud-Block gegen eine Koalition mit der Arbeiterpartei besänftigen, hieß es.

Shas und Vereinigtes Thora-Judentum lehnen allerdings eine Beteiligung an einer Regierungskoalition ab, in der auch die laizistische Shinui-Partei von Vizepremier Tommy Lapid vertreten wäre. (APA/AP)

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