Geisterfahrerrekord auf Österreichs Straßen im ersten Halbjahr

16. Juli 2004, 23:20
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221 Mal wurde Alarm gegeben - Bisher höchster Wert für eine erste Jahreshälfte - Mit Grafik

Auf Österreichs Straßen wurden im ersten Halbjahr 2004 so viele Geisterfahrer registriert wie noch nie: Wie der ORF-Radiosender Ö3 berichtete, gab es im Zeitraum vom 1. Jänner bis zum 30. Juni insgesamt 221 dahingehende Alarme. Das ist der bisher höchste Wert für eine erste Jahreshälfte. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (212 Meldungen) ergibt das ein Plus von mehr als vier Prozent.

In der Bundesländerstatistik führt Niederösterreich mit 50 Fällen vor Oberösterreich mit 38 und Kärnten mit 37. An vierter Stelle liegt der frühere Spitzenreiter Steiermark (33), gefolgt von Tirol (27), Salzburg (18), Wien (8) und Vorarlberg (8). Das Schlusslicht bildet das Burgenland (2).

Südautobahn führt im Ranking

Das Ranking in der Straßenstatistik führt die Südautobahn (A2) mit 55 Falschfahrern an, danach kommt die Westautobahn (A1) mit 25. An dritter Stelle liegt die Tauernautobahn (A10), auf der im ersten heurigen Halbjahr 20 Geisterfahrer von Ö3 gezählt wurden. Besonders viele solche Fahrten gab es in der ersten Jahreshälfte bei Autobahnknoten, wo Lenker auf zwei oder mehreren Autobahnen gleichzeitig gewarnt werden müssen, analysierte der Radiosender. An solchen Stellen gab es heuer bereits 17 Meldungen, im Vorjahr waren es nur sechs.

Das gefährlichste Teilstück war heuer der Wörtherseeabschnitt Villach-Klagenfurt-Ost der A2 mit 14 Geisterfahrern. Ebenfalls viele Alarme gab es auf der Inntalautobahn (A12), im Tiroler Unterland, wo zehn Meldungen auftauchten. An dritter Stelle liegt die A2 südlich von Wien, Wien-Baden (neun Meldungen).

2004 gab es mehrere Unfälle durch Geisterfahrer, aber keine Toten. Am 23. Jänner verursachte ein Geisterfahrer auf der Südautobahn zwischen Lafnitzal und Pinkafeld mehrere Unfälle mit Sachschaden. Am 28. Jänner fuhr ein Traktor als Geisterfahrer auf der Rheintalautobahn (A14), zwischen Götzis und Rankweil und verursachte einen Unfall mit drei Verletzten. (APA)

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    Geisterfahrer auf Österreichs Straßen

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