Rotes Kreuz kritisierte Informationspolitik der US-Regierung

13. Juli 2004, 15:23
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Nach wie vor kein Zugang zu allen von den USA als "illegale Kämpfer" Gefangen-Genommenen

Genf - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat die Informationspolitik der US-Regierung im Kampf gegen den Terror scharf kritisiert. Obwohl die Organisation Washington bereits im Jänner 2004 aufgefordert habe, ihr Zugang zu allen Gefangenen zu gewähren, die von den USA als so genannte illegale Kämpfer betrachtet werden, "haben wir bisher keine offizielle Antwort der US-Regierung erhalten", sagte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger dem deutschen "Handelsblatt" (Dienstag-Ausgabe).

Nach wie vor wisse das IKRK nicht, "ob wir alle Gefangenen der Amerikaner oder der Behörden anderer Staaten zu Gesicht bekommen", kritisierte Kellenberger. Immerhin habe das IKRK im März beim Besuch des durch Folterexzesse bekannt gewordenen Gefängnisses Abu Ghraib in Bagdad Verbesserungen der Haftbedingungen gegenüber der Situation im Jänner festgestellt. (APA/dpa)

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