Trotz Kälte wärmstens empfohlen

13. Juli 2004, 11:39
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"Die verkaufte Braut" in der Oper Klosterneuburg

Der verregnete Juli droht ein Albtraum für Sommeropernfestivals zu werden. Ganz kalt erwischt hat es Die verkaufte Braut im Kaiserhof des Stifts Klosterneuburg, deren Premierenvorstellung am Sonntag durch einen kräftigen Regenguss jäh unterbrochen wurde. Nach einer Stunde konnte weitergespielt werden. Aber tapfer ausharrende Opernfreunde dürften sich den Musikgenuss mit einem tüchtigen Schnupfen erkauft haben.

Den 180. Geburtstag und 120. Todestag Friedrich Smetanas begeht die Musikwelt heuer, und da hat der Klosterneuburger Intendant Michael Gorschall mit der Verkauften Braut eine sehr passende Stückwahl getroffen.

Bühnenbildner Hans Kudlich hat vor die Klosterhoffassade einen Arkadengang, ein altmodisches Transformatorhäuschen und einen Tanzboden gestellt, und Regisseur Nikolaus Büchel sorgt dafür, dass ständig Bewegung herrscht - eine stumme Szene hier, eine kleine Tanzeinlage dort, bunte volkstümliche Kostüme, böhmische Dorfatmosphäre wie im Bilderbuch. Es konzentriert die Sinfonietta Baden unter Thomas Rösner; souverän die Solisten: Sandra Trattnig als "verkaufte Braut" Marenka, Pedro V. Diaz als nur zum Schein seine Bräutigamsrechte gegen Bares abtretender Jenik, Stefan-Alexander Rankl als köstlich unbeholfen stotternder Möchtegern-Bräutigam Vaschek, und Markus Raab als grobschlächtiger Heiratsvermittler Kezal. (hast/DER STANDARD, Printausgabe, 13.7.2004)

Oper Klosterneuburg
Am 25. 7. Kindervorstellung
02243/44 44 24

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Oper Klosterneuburg
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    foto: oper klosterneuburg
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