Staatsanwalt rätselt über Foto-Herkunft

15. Juli 2004, 10:34
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Nemec: "Von der Polizei können sie eigentlich nicht sein"

St. Pölten - Insgesamt rund 40.000 Fotos sowie "zahlreiche Filme mit teils abartigen Sexdarstellungen" sollen laut aktueller "profil"-Ausgabe in den Zimmern der Priesteramtsanwärter in St. Pölten gefunden worden sein. Es gebe auch Bilder, auf denen Jungpriester "in perversen Situationen, teils mit ihren Vorgesetzten", zu sehen sein sollen. Für den leitenden Staatsanwalt Walter Nemec ist diese Tatsache ein Rätsel: "Woher die Zahl 40.000 herkommt, weiß ich nicht. Von uns können sie nicht sein - und von der Polizei eigentlich auch nicht."

Er, Nemec, habe keine aktuelle Information über den derzeitigen Ermittlungsstand: "Ich weiß nur, dass man einige tausend Fotos auf den Festplatten der im Priesterseminar beschlagnahmten Computer gefunden hat. Das endgültige Ergebnis erfahre ich erst, wenn die Auswertung abgeschlossen ist." Und das könne noch einige Zeit dauern, so der Staatsanwalt zur APA.

"Mich wundert auch, dass Bischof Krenn Fotos gezeigt wurden", rätselt Nemec weiter. Die Polizei selbst dürfe Fotos schon aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht herausgeben. Auch über den Inhalt der Bilder, die auf den Computern der Seminaristen gefunden worden waren, ist Nemec nichts bekannt. (APA)

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