Schwarze Bürgerrechtler greifen Regierung Bush an

16. Juli 2004, 08:12
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Kerry spricht Donnerstag vor NAACP - Bush hat Einladung wiederholt ausgeschlagen

Philadelphia - Der Vorsitzende der US-Bürgerrechtsorganisation "Nationale Vereinigung zur Förderung der Rechte der Farbigen" (NAACP), Julian Bond, hat US-Präsident George W. Bush scharf kritisiert. Bond verurteilte am Sonntag die Politik der Bush-Administration in Sachen Bildung, Wirtschaft und Irak-Krieg. Die Mitglieder der ältesten Bürgerrechtsorganisation der USA bat er eindringlich, die Wahlbeteiligung zu erhöhen, um den Präsidenten loswerden zu können.

"Sie predigen Rassengleichheit und praktizieren Rassentrennung", sagte Bond über die Regierung Bush in der Eröffnungsrede der 95. jährlichen Generalversammlung der NAACP . "Sie haben versucht, die schwächelnde Wirtschaft und jedes andere Problem im Land mit Klebeband und Plastikplanen zu flicken. Sie schreiben eine neue Verfassung für den Irak und ignorieren die Verfassung zuhause."

Bush schlägt Einladung aus

Der Vorstand der Organisation ist verärgert, weil Bush nicht an der Konferenz teilnehmen wird. Der Präsident hätte die Einladung, vor den NAACP-Mitgliedern zu sprechen, seit seiner Wahl 2000 jedes Jahr abgelehnt. Er wäre damit der erste Präsident seit 1930, der diese Möglichkeit ausließe. Sein demokratischer Herausforderer John Kerry hätte die Einladung angenommen und wird am Donnerstag sprechen, heißt es bei der NAACP.

Freiwillige Mitarbeiter der Organisation hätten bis dato mehr als 100.000 Afroamerikaner in 11 Staaten dazu bringen können, sich als Wähler zu registrieren, sagte Bond. (APA/AP)

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