IT-System von Finanzinstituten verstärkt Ziel für Attacken

20. Juli 2004, 11:16
1 Posting

Ein Drittel der Sicherheitssysteme arbeiten nicht effektiv - Trend: weg von modernster Technik hin zu "gelebter Notfallplanung"

Immer mehr Bankencomputer werden Angriffsziel für Hacker. 83 Prozent der befragten Banken sind heuer bereits Ziel von Angriffen aus dem Internet gewesen, 2003 waren es erst 39 Prozent gewesen, geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des weltweiten Beratungsunternehmens Deloitte hervor. Rund ein Drittel der Unternehmen gaben zu, dass ihre Sicherheitssystem nicht effektiv funktionieren. Vor allem europäische Finanzinstitute investieren in die Sicherheit ihrer IT- Systeme.

Viren und "Würmer"

Die größte Bedrohung stellen Viren und "Würmer" dar. 70 Prozent der befragten Unternehmen gaben an davon betroffen zu sein. Die Bedrohungen werden aber immer vielfältiger. "Mit technischen Sicherheitslösungen alleine sind diese Problem schon lange nicht mehr zu bewältigen. Meist entstehen die Probleme in der organisatorischen Struktur von Geschäftsprozessen und einer nicht vorhandenen Kontrolle der bestehenden Sicherheitsstrategie. Hier investieren die Europäer im Moment zu recht am intensivsten", meinte Michael Vertneg von Deloitte Österreich.

Überzeugung

Vertneg zeigte sich davon überzeugt, dass ein Rundum-Schutz nicht mehr nur mit eigenen Ressourcen möglich ist. Vor allem europäische Finanzinstitute lagern daher Sicherheitsaufgaben an externe Dienstleister aus. Der Großteil der Sicherheitsbudgets fließen laut Experten nicht mehr in die neueste Technologie, sondern in die Einführung einer unternehmensweiten Sicherheitsstrategie und den Aufbau eines gelebten Notfall- und Vorfallplanung. (APA)

Share if you care.