SPÖ: "Schein-Harmonisierung"

13. Juli 2004, 16:05
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Darabos: Schlechterstellung der Arbeitnehmer "einzementiert"

Wien - Die SPÖ kritisiert die Pensions-Pläne der Regierung als "Schein-Harmonisierung". Die Schlechterstellung von Arbeitern und Angestellten und die Verluste aus der Pensionsreform 2003 würden damit "einzementiert", so SP-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos am Montag in einer Aussendung. Außerdem vermisst Darabos die Beitragsangleichung für Bauern und Selbstständige auf ASVG-Niveau: "Die Grundforderung an jede seriöse Harmonisierung: Gleiche Beiträge und gleiche Leistung, wird eben nicht erfüllt."

Die Argumentation, dass der hohe Bundeszuschuss zu den Pensionsbeiträgen der Bauern und Selbstständigen als Kompensation für die Zeiten der Arbeitslosigkeit zu werten sei, ist für Darabos nicht nachvollziehbar. Schließlich müssten sich die ASVG-Versicherten ihre Ersatzzeiten für Arbeitslosigkeit ebenfalls selbst bezahlen.

"Hauptverlierer" ist für Darabos die heute aktive Generation der 35- bis 55-jährigen ASVG-Versicherten. Beamte würden auch durch die Harmonisierung nicht auf den Stand der Pensionsreform 2003 gebracht. Die Abschläge beim "Pensionskorridor" sind Darabos zu hoch. Damit seien bereits ab 2024 Verluste von bis zu 22 Prozent zu erwarten. (APA)

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