Neuer Vorsitzender der Reformkommission will Zivildienst attraktivieren

12. Juli 2004, 17:22
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Fredy Mayer von Bundeskanzler Schüssel offiziell beauftragt

Wien - Die Zivildienstreformkommission hat seit Montag offiziell einen Vorsitzenden: Der Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), Fredy Mayer, ist am Vormittag von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) mit der Leitung beauftragt worden. Dabei fand ein kurzes Gespräch statt, an dem neben den Regierungschef auch Sozialstaatsekretärin Ursula Haubner (F) und Innenminister Ernst Strasser (V) teilnahmen. Mayer erklärte gegenüber Journalisten, unter anderem die Attraktivität des Zivildienstes verbessern zu wollen.

Über kurz oder lang seien die sozialen Anforderungen, beispielsweise in der Altenpflege, "ohne entsprechende Sozialleistungen Einzelner" nicht mehr erhaltbar, zeigte sich Mayer überzeugt. Von der Regierung habe er den Auftrag erhalten, die Ergebnisse der Bundesheerreformkommission zu analysieren und bis Jänner 2005 einen Bericht über die vorgeschlagenen Änderungen des Zivildienstes vorzulegen. Nachdem der Wehrdienst von acht auf sechs Monate verkürzt werden soll, ist auch eine analoge Reduktion der Dauer des Zivildienstes geplant. Wie lange genau er in Zukunft sein soll, soll die Kommission erörtern.

Beteiligt werde ein Team "aus zehn bis zwölf Personen", sagte Mayer. Enthalten sollen dabei Vertreter der zuständigen Ministerien, der Länder und der Zivildienstorganisationen sein.

Wichtig sei es unter anderem, die Organisation des Zivildienstes auf eine kürzere Dauer umzustellen, sagte Mayer. Sonst wären Einschnitte für jene Einrichtungen, die auf die Helfer angewiesen sind, "möglich", erklärte er. (APA)

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    Mayer bei Schüssel

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