Vöcklabruck: Erste Hinweise nach Attentat auf Schülerin

14. Juli 2004, 14:41
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Zeugin hörte Schüsse und sah Täterfahrzeug

Vöcklabruck - Erste Hinweise gab es Montag nach dem mysteriösen Schussattentat auf eine 18-jährige Schülerin im Gemeindegebiet von Vöcklabruck. Die Hoffnung der Ermittler stützen sich auf die Aussagen einer Zeugin: "Eine Anrainerin hat Schüsse gehört, und als sie Nachschau hielt, ein dunkles Fahrzeug, vermutlich mit Stufenheck und Vöcklabrucker Kennzeichen, vom Tatort rasen sehen", sagte Michael Tischlinger von der oberösterreichischen Sicherheitsdirektion am Montag im STANDARD-Gespräch. Man habe zwar "noch keine heiße Spur zu dem Täter", überprüfe aber jetzt die Angaben der Zeugin ganz genau. Nähere Angaben erhoffe man sich auch vom Opfer: "Derzeit steht die Schülerin noch unter Schock und ist nur bedingt vernehmungsfähig", so Tischlinger.

Das Mädchen war am Sonntag in den frühen Morgenstunden nach einem Discobesuch auf dem Weg zur Wohnung ihres Freundes, der zu diesem Zeitpunkt noch im Lokal feierte. Kurz vor ihrem Ziel bemerkte die 18-Jährige einen auffällig geparkten dunklen Wagen am Straßenrand. "Die Jugendliche dürfte bereits ein komisches Gefühl gehabt haben und hat deshalb die Straßenseite gewechselt", so Tischlinger.

Noch bevor die 18-Jährige die Straße überqueren konnte, fiel plötzlich ein Schuss - abgefeuert aus dem dunklen Pkw - und verfehlte die Schülerin nur knapp. Die 18-Jährige versuchte darauf zu fliehen, eine zweite Kugel traf die Schülerin am Oberarm. Der Schütze dürfte weitere Schüsse abgegeben haben, da es laut der Zeugin "mehrmals krachte".

Selbst noch ins Spital

Das Mädchen schaffte es in weiterer Folge, sich trotz ihrer Verletzungen alleine in die Wohnung ihres Freundes zu retten. Im Schock dürfte es dem Mädchen aber dann nicht gelungen sein, die richtige Notrufnummer zu wählen. "Die Schülerin hat sich daraufhin ins Auto gesetzt und ist selber ins Krankenhaus gefahren. Dort konnte dann das Projektil aus dem Oberarm entfernt werden", erklärt Tischlinger. (mro, Der Standard, Printausgabe, 13.07.2004)

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