Schwimmen: Koll und Zahrl kraulten zu Rekorden bei Staats­meisterschaften

13. Juli 2004, 11:38
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Mirna Jukic in Kapfenberg mit fünf Titeln erfolgreichste Teilnehmerin in Kapfenberg - Kroll Goldhamster bei den Herren

Kapfenberg - Die 59. Schwimm-Staatsmeisterschaften im Freibad Kapfenberg haben vier neue österreichische Rekorde gebracht. Zum Abschluss am Sonntag verbesserte Dominik Koll die Bestleistung über 100 m Kraul, Petra Zahrl jenen über 800 m Kraul. Mirna Jukic feierte über 50 m Brust und 200 m Lagen ihre Siege vier und fünf bei diesen Meisterschaften, womit sie vor der vier Mal siegreichen Zahrl erfolgreichste Teilnehmerin in Einzel-Bewerben war. Bei den Herren schnitt Koll mit vier Mal Gold und ein Mal Silber am besten ab.

Vom Rekord Kolls war sogar sein Trainer Helge Gödecke überrascht. "Das war in der derzeitigen Trainingsphase überhaupt nicht eingeplant, ist aber natürlich eine gute Stimulation für Olympia", meinte der Coach. Koll verbesserte die knapp zwei Jahre alte Bestleistung des neben ihm schwimmenden und schließlich drittplatzierten Markus Rogan um 2/100 auf 50,86 Sekunden. "Die wärmeren Temperaturen waren sicher ein Grund für den Rekord, aber eigentlich ist er mir einfach passiert", erklärte Koll.

Zahrl drückte nach ihrem 1.500-m-Rekord am Donnerstag ihre rund 14 Monate alte 800-m-Bestmarke um 65/100 auf 8:47,31 Minuten. Als Schluss-Schwimmerin des SC-Austria-Wien-Quartetts fixierte die 23-Jährige später den Staffel-Sieg über 4x100 m Lagen. Bei den Herren ging dieser Titel an ASV Wien. Das zweite Gold für den Verein von Maxim Podoprigora am Finaltag sicherte Birgit Koschischek über 100 m Kraul, in 57,07 verpasste die 17-Jährige den anvisierten nationalen Rekord aber um 48/100. Rekordlerin Judith Draxler trat nicht mehr an.

Ebenso verzichtete Fabienne Nadarajah auf ein Antreten. Ihre Wirbelverletzung im Nacken spürte sie nicht mehr so stark, am Montag hat sie einen Termin beim Physiotherapeuten. Ihr SV-Schwechat-Klubkollege Rogan bestritt neben den 100 m Kraul auch den für ihn ungewohnten Brust-Sprint, der 22-Jährige wurde Fünfter. "Markus ist beim Start abgerutscht, sonst hätte er vielleicht gewonnen", meinte Trainer Robert Michlmayr. Der Titel ging an 100-m-Brust-Sieger Stefan Wipplinger.

Generell machte Doppel-Europameister Rogan keinen ganz so dynamischen Eindruck wie noch am Vortag, im Duell der Staffel-Startschwimmer musste er über 100 m Rücken Lukas Ostermaier um 33/100 ziehen lassen. Am Mittwoch fahren Rogan und Michlmayr in ein gut zweiwöchiges Trainingslager nach Rijeka, Mirna Jukic wird bereits am Dienstag anreisen. Die 18-Jährige überzeugte bei ihrem Sieg über 200 m Lagen, in dem sie in 2:17,85 nur 3/100 über ihrem Rekord blieb.

Damit durfte sie zufrieden sein, die Müdigkeit vom Höhentrainingslager war aber noch nicht ganz gewichen. "Ganz fit bin ich noch nicht. Ich habe mich zwar an die Zeitumstellung schon wieder gewöhnt, aber ich bin irgendwie noch müde. Das Wasser hat sich noch immer ziemlich kalt angefühlt, ungewohnt." Wie Rogan wird Jukic von Kroatien aus zu den von 21. bis 25. Juli in Krajn angesetzten Internationalen Slowenischen Meisterschaften fahren, um dort den letzten Olympia-Test zu schwimmen. (APA)

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