Plattform für innovative Materialideen

18. Juli 2004, 20:51
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In Niederösterreich will man Gründungen in der Kunststoffindustrie unterstützen

Wiener Neustadt, Schwarzatal und Triestingtal, die Standorte regionaler Innovationszentren (RIZ), sollen auch Zentren der Kunststoffinnovation werden. Mit einer neuen Plattform will man den Anstoß zur Unternehmungsgründung geben. Das vom Infrastrukturministerium und Land Niederösterreich geförderte Projekt "Gründung Kunststoff mit innovativen Technologien", kurz GkmiT, soll potenziellen Jungunternehmern Hilfestellung geben.

Schwerpunkte der Beratung sind, so Technologiemanager Ewald Babka, Forschung und Technologieentwicklung, Neugründung, Networking, Gestaltung virtueller Unternehmen und Internationalisierung. Kooperiert wird dabei mit heimischen Größen der Kunststoffindustrie und Partnern in Deutschland und Slowenien. Die Dienstleistung im RIZ-Gründerzentrum reicht von der Kooperationsberatung über Möglichkeiten der Finanzierung bis zum wirtschaftlichen Monitoring.

Die Gründerinitiative entstand aus dem Kunststoff Netzwerk Ostregion. Als aktuellen Schwerpunkt des Projekts nennt Babka die Pulverspritzguss-Technologie, ein Hightechverfahren zur wirtschaftlichen Herstellung von Formteilen aus Metall oder Keramik. Hoffnungen setzt Babka in den Einsatz der Nanotechnologie, der weitere Spin-offs folgen könnten.

Den Neulingen der Branche wird nicht nur ein individuelles Unternehmenskonzept erstellt, sondern auch die Möglichkeit zum Technologietransfer untereinander oder im Austausch mit Bildungs-und Forschungseinrichtungen geboten. Die Beratungsdienstleistung des Gründerzentrums beschränkt sich nicht auf die Startphase der Unternehmen. Im Innovationsprozess, beim Networking und bei der Umsetzung internationaler Projekte können die Jungunternehmen auf die Unterstützung der Projektpartner ARC Seibersdorf, ÖAR Regionalberatung und 21st Channels setzen.

Als eine mögliche Form der Kooperation wird bei GKmiT der Aufbau virtueller Unternehmen gefördert. Als Modell dient dabei PIM Austria, ein Zusammenschluss von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die sich auf das Pulverspritzguss-Verfahren spezialisiert haben. (jub/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12. 7. 2004)

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