Tirol fördert Teleportation

18. Juli 2004, 20:51
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Quantenphysiker erhalten Geld aus Mitteln der Zukunftsstiftung

Mit der Teleportation eines Atoms ist der Tiroler Forschergruppe um den Quantenphysiker Rainer Blatt kürzlich ein Aufsehen erregendes Experiment gelungen. Damit diese Forschungsarbeit weiterhin gewährleistet ist, schießt nun die Tiroler Landesregierung 2,25 Millionen Euro aus den Mitteln der Zukunftsstiftung zu. Der Finanzier erwartet sich natürlich einen deutlichen Impuls für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Tirol.

Das neue Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften entsteht im derzeit in Bau befindlichen ICT Technologiepark der Universität Innsbruck am Campus der Baufakultät. Es soll als Center of Excellence die Forschungsmöglichkeiten an der Universität Innsbruck verstärken. Unter dem Dach der Akademie der Wissenschaft und in Kooperation mit drei Instituten der Universität sollen so neue Dimensionen der Forschung und Zusammenarbeit eröffnet werden, wie es heißt.

Die neu geschaffenen Kapazitäten ermöglichen es, Projekte mit höherem Risiko und einem längeren Zeithorizont in Angriff zu nehmen und Kooperationen mit internationalen und regionalen Industriepartnern einzugehen. Darüber hinaus biete das Institut die Chance, die internationale Vernetzung voranzutreiben und weitere führende Wissenschafter nach Tirol zu holen. Am Institut sind insgesamt fünf Forschergruppen tätig, geleitet werden sie eben von Rainer Blatt, aber auch von Rudolf Grimm, Hans Briegel und Peter Zoller (in Innsbruck) und von Anton Zeilinger in Wien.

"Aus Erfahrung wissen wir, dass Regionen, in denen Schlüsseltechnologien entwickelt werden, von diesen profitieren. Silicon Valley ist nur ein Beispiel hiefür. Die Quantentechnologie ist eine dieser Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Mit der Forschung an der Universität Innsbruck wurde eine Vorreiterrolle erreicht. Diese gilt es für die Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu nutzen", beschrieb der Geschäftsführer der Tiroler Zukunftsstiftung, Harald Gohm, seine Erwartungshaltung. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12. 7. 2004)

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