Kerry will US-Einwanderungsverbot für HIV-Infizierte aufheben

21. Juli 2004, 12:19
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Verdoppelung der Mittel für den Kampf gegen Aids als weiteres Wahlversprechen

Washington - Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat John Kerry hat für den Fall seiner Wahl die Aufhebung des Einwanderungsverbots für HIV-Infizierte in die USA angekündigt. Kerry erklärte: "Ich werde mit dem Senat zusammenarbeiten, um dieses Verbot aufzuheben." Jeder Einwanderer in die USA muss sich einem Aids-Test unterziehen. Ein positiver Befund ist üblicherweise ein Ablehnungsgrund.

Kerry stellte außerdem in Aussicht, die Mittel seines Landes zur weltweiten Aids-Bekämpfung zu verdoppeln. "Ich werde die schnelle Verteilung hochwertiger Medikamente gewährleisten", erklärte Kerry. Die Vereinten Nationen streben an, bis Ende 2005 rund drei Millionen Menschen den Zugang zu einer Aids-Behandlung zu gewährleisten. US-Präsident George W. Bush hatte im vergangenen Jahr 15 Milliarden Dollar (rund zwölf Milliarden Euro) über die kommenden fünf Jahre für die internationale Kampagne gegen Aids, Tuberkulose und Malaria zugesagt. Kerry wirft der derzeitigen US-Regierung jedoch vor, diese Zusagen nicht einzuhalten. (APA)

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