Importbann für illegalen Holzschlag

18. Juli 2004, 17:58
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EU-Aktionsplan mit Rückverfolgungssystem soll Holzimporte aus illegalen Schlägerungen entgegenwirken

Wien - Die EU will gegen Holzimporte aus illegalen Schlägerungen vorgehen. Nach Angaben des Österreichischen Walddialoges, einer Vereinigung, hinter der das Landwirtschaftsministerium steht, wird in der EU jährlich illegales Holz im Wert von 1,2 Mrd. Euro verbraucht. Das Problem dabei: Selbst Holzimporteure können nicht überprüfen, ob sie ausschließlich Holz legaler Herkunft erwerben.

Im Rahmen des EU-Aktionsplans "Flegt" (Forest Law Enforcement, Goverment and Trade) soll deshalb ein auf Freiwilligkeit basierendes Genehmigungssystem installiert werden, das sicherstellt, dass seitens der Exporteure nur rechtmäßig geschlägertes Holz in den Handel kommt. Auch ein Überwachungs- und Rückverfolgungssystems ist vorgesehen. "Die Staaten, in denen illegal geschlägert wird, haben großes Interesse an einem solchen Abkommen", erklärt Ingwald Gschwandtl, "schließlich entstehen ihnen dadurch jährlich Schäden von zehn bis 15 Mrd. Euro.

In Österreich sei man vor allem ein einem Abkommen mit Russland interessiert, erklärt Gschwandtl, da das Land ein wichtiger Holzlieferant für Österreich ist. Damit diese Länder - praktisch alle holzreichen Entwicklungsländer - sich einem solchen Genehmigungssystem unterwerfen, soll es im Rahmen von EU-Entwicklungshilfe zu Fördermaßnahmen kommen.

Den weltweiten legalen Handel mit Holz beziffert die OECD mit 150 Milliarden Euro pro Jahr. (ruz, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.7.2004)

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