Europa und Asien bleiben "heiß" für Anleger

18. Juli 2004, 18:24
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"Konservative" Titel sind gefragt - Ausschlaggebend dafür sind der hohe Ölpreis und die steigende Inflation

Wien - Anleger setzen im verbleibenden Börsenjahr 2004 besonders auf europäische und asiatische Aktien. Aber anders als im Jahr 2003, wo besonders Technologiewerte für Kursgewinne sorgten, werden heuer Konsumgüter, Pharma und Versorger punkten.

"Wir sind konservativer geworden", so Monika Rosen, Chefanalystin beim BA-CA Asset Management. Sie empfiehlt zum Kauf den Energieriesen RWE, die Pharmakonzerne Novartis und Pfizer, den Lebensmittelkonzern Danone und die Deutsche Telekom. Diese Titel bieten einen stetigen, aber nicht sprunghaften Gewinnanstieg.

Ausschlaggebend für die Zurückhaltung sei der hohe Rohölpreis und die steigende Inflation, so Rosen. Auch das Gewinnwachstum werde nicht mehr so stark zulegen wie im Vorjahr, allerdings gäbe es für Europa noch mehr Zuwachspotenzial als in den USA.

Außerdem könnten besonders Konsumtitel von der wirtschaftlichen Erholung in Europa gut profitieren, erklärt Tom Eliott, Stratege bei JPMorgan Fleming.

Wachstumsmärke in Asien empfohlen

Die Strategen der Erste Sparinvest raten dazu, auf die Wachstumsmärkte in Asien zu setzen, so Martin Hrdina, Leiter der Asset Allocation. "Südostasien bleibt der größte Wachstumsmarkt", erklärt Hrdina. Besonders nach der erwarteten Abkühlung der Konjunktur in China gebe es viele Kaufgelegenheiten, besonders im Automobilsektor, dem Mobilfunk, Consumer Electronics.

Von Investitionen, die in Dollar notiert sind, rät Hrdina ab, da der Dollar gegenüber dem Euro vermutlich weiter fallen wird. (naha, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.7.2004)

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