"Krone" leugnet Presseförderung

4. November 2005, 16:31
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Presseförderungskommission: "Krone" und "Kurier" haben angesucht - und werden jene Subvention erhalten, die bisher allgemeine und nun Vertriebsförderung heißt

Im Wochenrhythmus betont "Cato" Hans Dichand inzwischen, dass die "Kronen Zeitung" glaubwürdigste österreichische Tageszeitung ist. Die Untersuchung gibt es tatsächlich. In seinem dieswöchigen Wort zum Sonntag irrt Cato freilich, wenn er über Steuergelder schreibt, "um Medien zu subventionieren": "Klar, dass die Krone da nichts bekommt und auch nichts will."

Das sehen Mitglieder der Presseförderungskommission anders: Wie gewohnt hätten "Krone" und "Kurier" angesucht. Und wie gewohnt werden beide Titel jene Subvention erhalten, die bisher allgemeine und nun Vertriebsförderung heißt. 2003 bekam die "Krone" 262.146,80 Euro, der "Kurier" 209.717,50.

Laut Komissionsmitgliedern suchten "Krone"/"Kurier"-Tochter Mediaprint und "Krone" zudem um die neue Förderung für Journalistenausbildung an. Vorwürfe Dichands gegen die Hauszustellung von "Kleine Zeitung" und "Presse" in derselben Kolumne ließen sich Sonntag nicht prüfen. (fid/DER STANDARD, Printausgabe, 12.7.2004)

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