Überschwemmungen in Bangladesch und Indien

13. Juli 2004, 12:44
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2,5 Millionen Menschen von der Außenwelt abgeschnitten - Mindestens 21 Tote

Dhaka/Neu Delhi - Überflutungen nach Monsunregenfällen haben in Bangladesch am Wochenende mindestens 21 Menschen das Leben gekostet und rund 2,5 Millionen Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Unter den Toten ist nach Angaben des Katastrophenschutzes vom Sonntag ein drei Jahre altes Kind, das davongespült wurde. Nach fünf Tagen Regen verschärfte sich auch im benachbarten Indien die Situation. In Bangladesch und Indien starben seit Beginn des Monsuns im Juni insgesamt mehr als 110 Menschen.

Im Nordosten Indiens kamen bei Überflutungen in den vergangenen Tagen nach Medienberichten mehr als 25 Menschen ums Leben. Alleine in dem am schwersten betroffenen Bundesstaat Assam brachen sechs Dämme. Die Überflutungen in.Assam, von denen mehr als fünf Millionen Menschen betroffen sind, sind nach Behördenangaben die schlimmsten seit zehn Jahren.

In Bangladesch wurden Zehntausende von den Wassermassen aus ihren Häusern und Lehmhütten vertrieben. Die drei großen Flüsse des Landes - Ganges, Brahmaputra und Meghna - führen Hochwasser. Die Behörden warnten, die Situation könne sich weiter verschlimmern. Rund ein Viertel des bitter armen Landes ist von den Überflutungen betroffen. In Bangladesch und Indien sterben jedes Jahr hunderte Menschen während des Monsuns. (APA)

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