Von Georgiern bewohnte Ortschaft in Süd-Ossetien beschossen

12. Juli 2004, 14:30
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Agentur: Schule und Kindergarten getroffen

Moskau - Erneut ist es in der abtrünnigen georgischen Teilrepublik Süd-Ossetien zu Gewalt gekommen. Am Samstagabend wurde die von Georgiern bewohnte Ortschaft Tamaratscheni bei der Stadt Tschinwali beschossen, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete. Informationen über mögliche Verletzte lagen zunächst nicht vor. Der Beschuss habe rund eine halbe Stunde gedauert. Ein Gebäude einer Schule und ein Kindergarten seien getroffen worden, wie die Agentur RIA Nowosti unter Berufung auf die Polizei meldete. Demnach tragen ossetische Abtrünnige die Verantwortung für den Vorfall.

Am Samstag wurden mehrere süd-ossetische Polizisten an einem Kontrollposten nahe dem Dorf Pris durch Schüsse verletzt. Bei den Angreifern handelte es sich laut Interfax um bewaffnete Georgier. In der Region zwischen den Ortschaften Pris und Eredvi waren am Samstagmorgen Schusswechsel zu hören.

Süd-Ossetien kämpft seit Anfang der 90er Jahre um seine Unabhängigkeit von Georgien. Die Region will sich Nord-Ossetien im benachbarten Russland angliedern. 1992 zogen sich georgische Truppen unter dem Druck Russlands aus Süd-Ossetien zurück. Obwohl sie damit faktisch unter russischem Protektorat steht, gilt die Region offiziell immer noch als Teil Georgiens. (APA)

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