Campus: Besetzung bei Narrenturm hält an - Uni Wien mit Sicherheitsbedenken

12. Juli 2004, 19:33
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Rund 100 Studierende besetzen ein Gebäude im alten AKH - Haus in baufälligem Zustand - Studierende wollen "Freiraum" schaffen

Wien - "Baupolizeiliche und sicherheitstechnische Bedenken" hegt die Universität Wien bei der Besetzung des leer stehenden Gebäudes hinter dem Narrenturm am Campus des Alten AKH. Das als Werkstättenhof dienende Gelände war vor einigen Monaten zum Teil abgebrannt. Am Montag Vormittag seien noch ca. zehn Personen vor Ort gewesen, hieß es auf Anfrage der APA aus der Universität. Demnächst soll sich die Hausverwaltung ein Bild von der Situation machen.

In der Nacht auf Sonntag sind Aktivisten in das baufällige Haus hinter dem Narrenturm eingezogen, um nach eigenen Angaben dort einen "Freiraum zu schaffen, der nicht dem wirtschaftlichen Verwertungszwang unterliegt". In dem leer stehenden AKH-Teil sollen Kulturveranstaltungen und ein Cafe etabliert werden.

Schließlich wären ältere Projekte wie das WUK oder die Arena bereits selbst am Weg der Kommerzialisierung, so Emma von Freiraum. "Wir laden alle Menschen ein, vorbeizukommen und sich gemeinsam mit uns ihren eigenen Freiraum zu schaffen", fordert sie Verstärkung an.

Die Polizei, die auch die "Facultas"-Besetzung friedlich beendet hat, hat sich schon ein Bild der Lage gemacht, hieß es. Anfang Juni hatte die gleiche Gruppe versucht, die leer stehenden ehemaligen "Facultas"-Räumlichkeiten zu besetzen - allerdings hatte die Universitätsbuchhandlung die Räume noch bis Ende Juni gemietet. Nach längeren Verhandlungen hatte die Polizei die Räumlichkeiten geräumt. (red/APA)

  • Als Ort der "Belebung" wurde ein leer stehendes altes Gebäude hinter dem "Narrenturm" des alten AKHs gewählt.
    foto: freiraum

    Als Ort der "Belebung" wurde ein leer stehendes altes Gebäude hinter dem "Narrenturm" des alten AKHs gewählt.

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