Robin Cook: Auch britischer Geheimdienst machte vor Irak-Krieg Fehler

12. Juli 2004, 06:49
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McLaughlin sah keine grundsätzlichen Fehler bei US-Geimdienstarbeit, gab "Unzulänglichkeiten" zu

Washington/London - Nicht nur die US-Geheimdienste, auch die britischen Geheimdienste hätten im Vorfeld des Irak-Kriegs einen "grundlegenden Fehler" gemacht. Das sagte der frühere britische Außenminister Robin Cook sagte dem Radiosender BBC. Die Regierungen in Washington und London hätten "beschlossen, dass Saddam Waffen hat" und eine Bedrohung sei und dass sie deshalb in den Krieg ziehen würden. Die Geheimdienste hätten sich dadurch in der Lage befunden, dass sie Informationen finden mussten, um diese Entscheidung zu stützen.

"Es hätte andersherum sein müssen"

"Es hätte andersherum sein müssen", sagte Cook. "Man schaut sich die Geheimdienstinformationen an, und dann macht man seine Politik nach dem, was man weiß." Niemand mit Ausnahme von Washington und London habe geglaubt, dass Saddam Hussein eine derartige Bedrohung darstelle, dass sofort ein Krieg nötig sei. Cook war kurz vor Beginn des Irak-Kriegs im März vergangenen Jahres aus Protest gegen den Kriegskurs von Premierminister Tony Blair von seinem Amt als Parlamentsminister zurückgetreten.(APA)

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