Kimi Räikkönen fährt auf Pole

11. Juli 2004, 15:35
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Neuer McLaren scheint ein Volltreffer zu sein - Barrichello und Button dahinter - Michael Schumacher Vierter, Christian Klien 13.

Silverstone - McLaren-Mercedes durfte am Samstag in Silverstone endlich wieder jubeln. Kimi Räikkönen fuhr für die Formel-1-Silberpfeile im Qualifying für den Grand-Prix von England die erste Pole Position des WM-Jahres 2004 heraus, für den Finnen ist es die dritte Pole seiner Karriere. Räikkönen, der in allen Trainingseinheiten für Top-Zeiten gesorgt hatte, verwies den Brasilianer Rubens Barrichello (Ferrari), den englischen Lokalmatador Jenson Button (BAR- Honda) und den überlegenen deutschen WM-Leader Michael Schumacher (Ferrari) auf die Plätze.

Klien startet als 13.

Der Österreicher Christian Klien wurde 14., startet allerdings als 13., da Toyota-Pilot Olivier Panis den GP am Sonntag aus der letzten Position in Angriff nehmen muss. Der Franzose wurde wegen Behinderung von Felipe Massa durch die Renn-Kommissäre bestraft und verlor damit seinen elften Startplatz. Klien verlor das Jaguar-Stallduell mit Mark Webber um 1,555 Sekunden, der Australier landete auf Rang neun.

Klien analysierte seine Performance enttäuscht: "In der ersten Session bremste ich, um in der zweiten so früh wie möglich an die Reihe zu kommen und den Regen zu vermeiden. Die entscheidende Runde verlief dann enttäuschend, sie war alles andere als großartig. Ich wollte zu viel, und wenn du zu viel willst, dann verlierst du Zeit." Nun will sich Klien mit seinen Ingenieuren eine Renntaktik zurechtlegen, um doch noch in die Nähe von WM-Punkterängen zu kommen.

Wettbremsen

Das Qualifying wird als eines der kuriosesten in die F1-Geschichte eingehen, denn in der ersten der beiden Sessions fand ein regelrechtes Wettbremsen statt. Da für die Zeit ab Mitte des zweiten Qualifyings Regen prognostiziert wurde, versuchten die Piloten reihenweise auf dem letzten Platz zu landen, denn im zweiten Turn wird das Klassement der ersten Session auf den Kopf gestellt.

So kamen unter den Pfiffen der englischen Fans Rückstände von bis zu 20 Sekunden und beinahe vollkommen stillstehende Boliden zu Stande. Weltmeister Schumacher baute sogar einen nicht ganz unabsichtlichen Dreher ein. Die bedrohlichen, dunklen Gewitterwolken zogen jedoch haarscharf an der Rennstrecke vorbei, somit war das Taktieren, bei dem auch Klien und Webber mitgemacht hatten, umsonst.

McLaren deutlich verbessert

Räikkönen, 2003 Vizeweltmeister, war wie das gesamte McLaren-Team überglücklich, dass der neue MP4-19B voll eingeschlagen hat. "Wir hatten einen unheimlich schlechten Saisonstart, daher tut das sehr gut. Wir haben gespürt, dass er bergauf geht. Jetzt freue ich mich auf den Rest der Saison", meinte der 24-Jährige, der die Bestzeit von 1:18,233 Minuten markierte. Diese Zeit war Balsam auf die Wunden von McLaren, denn aktuell belegen die Piloten David Coulthard (12 Punkte) und Räikkönen (10) nur die WM-Ränge neun und elf. In der Konstrukteurswertung bedeutet das hinter Ferrari, Renault, BAR-Honda und Williams-BMW lediglich Platz fünf.(APA)

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