Fidel Castro ordnete eintägige Staatstrauer für Klestil an

12. Juli 2004, 17:40
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Flaggen auf öffentlichen Gebäuden auf Halbmast gesetzt

Havanna - Der kubanische Staatschef Fidel Castro hat anlässlich des Ablebens von Bundespräsident Thomas Klestil eine eintägige Staatstrauer auf der karibischen Insel angeordnet. Wie die offizielle Presse in Kuba am Samstag in Havanna berichtete, wurden auf den öffentlichen Gebäuden die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Kuba ordnet häufig im Fall des Todes ausländischer Staatschefs offizielle Trauer an.

Österreich und Kuba nahmen im Jahre 1946 diplomatische Beziehungen auf. Die Europäische Union und Kuba haben ihre Beziehungen nach einem Konflikt um Dissidenten im April vergangenen Jahres auf ein Minimum reduziert. Die EU reagierte mit Einladungen an Dissidenten auf die drakonischen Urteile, die gegen 75 kubanische Regimekritiker verhängt worden waren.

Kubanische Dissidenten

Empörung löste auf kubanischer Seite der Umstand aus, dass die Botschaften von EU-Ländern kubanische Dissidenten zu ihren Empfängen einluden. Havanna reagierte mit dem "Boykott" solcher EU-Einladungen. Österreich und Belgien richteten im Vorjahr keine offiziellen Nationalfeiertags-Empfänge aus und kamen daher nicht in die "Verlegenheit", Dissidenten und regimetreue Kubaner miteinander einladen zu müssen, berichtete AFP am Samstag aus Havanna. (APA)

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    Der kubanische Staatschef Fidel Castro rief eine eintägige Staatstrauer für Thomas Klestil aus.

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