Künftig zwei Mann an der DFB-Spitze

30. Juli 2004, 13:21
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Mayer-Vorfelder muss die Macht mit Kritiker Theo Zwanziger teilen - Keine Fortschritte bei Teamchef-Suche

Frankfurt/Main - Gerhard Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger sollen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bis zur Weltmeisterschaft 2006 gemeinsam führen. Die Schlichtungskommission des DFB empfahl den Delegierten des DFB-Bundestages am 22./23. Oktober, mit einer Satzungsänderung die Voraussetzung für eine solche Doppelspitze zu schaffen. Diese Entscheidung traf das elfköpfige Gremium nach siebenstündiger Sitzung am Freitag in Frankfurt/Main.

Bis zum September 2006 soll Mayer-Vorfelder nach den Vorstellungen der Kommission als Präsident für den internationalen und repräsentativen Bereich zuständig sein, Zwanziger als geschäftsführender Präsident für das Tagesgeschäft.

"Keine Entmachtung"

"Es war eine der schwierigsten Sitzungen, die ich je beim DFB erlebt habe", sagte Werder Bremens Aufsichtsratsvorsitzender Franz Böhmert. Mit diesem Kompromiss wurde eine Eskalation des schwelenden Machtkampfs im größten Sportverband der Welt vermieden werden. Mayer-Vorfelder bestritt, das die Neuordnung einer Entmachtung gleich käme: Mit dieser Entscheidung ist gewährleistet, dass die Kräfte im DFB gebündelt werden und die Stärken, die wir beide haben, zugunsten des Verbandes genutzt werden."

Ende 2006 wird nur einer der beiden für das Präsidentenamt kandidieren. In der aktuell dringlichsten Angelegenheit des DFB, der Suche nach einem Nachfolger für Teamchef Rudi Völler, gibt es allerdings keine Fortschritte. Das eigenmächtige Vorgehen in dieser Frage hatte Mayer-Vorfelder harsche Kritik eingetragen. (red/APA)

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