Russische Politiker würdigten Klestil

11. Juli 2004, 19:03
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Eintragungen in Kondolenzbuch der Botschaft in Moskau - Duma: "Überzeugter Kämpfer für Frieden und Sicherheit in Europa"

Moskau - Namhafte Vertreter der russischen Politik haben in Eintragungen in das in der österreichischen Botschaft in Moskau aufgelegte Kondolenzbuch Bundespräsident Thomas Klestil gewürdigt, der am heutigen Samstag in Wien zu Grabe getragen wird. Die erste stellvertretende Außenministerin Eleonora Mitrofanowa würdigte den Verstorbenen als "bedeutenden Staatsmann und berühmten Diplomaten", der einen großen Beitrag zur Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Österreich geleistet habe.

Michael Nikolajew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Föderationsrates (Regionen-Vertretung im russischen Parlament) schrieb, Österreich habe einen hervorragenden Staatsmann verloren, der "um die Entwicklung der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern bemüht war". Konstantin Kosatschow, der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses der russischen Staatsduma, vermerkte: "Wir haben einen beharrlichen und überzeugten Kämpfer für Frieden und Sicherheit in Europa und der ganzen Welt verloren - einen Staatsmann, der für die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen und den Ausbau der Zusammenarbeit mit Russland eingetreten ist."

Der stellvertretende Moskauer Bürgermeister und enge Mitarbeiter des Stadtoberhauptes Juri Luschkow, Josif Ordschonikidse, drückte im Namen der gesamten Moskauer Stadtregierung sein tief empfundenes Beileid aus. Darüber hinaus trugen sich laut Auskunft von Botschaftssprecher Wolfgang Banyai noch zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt in das Kondolenzbuch für den verstorbenen Bundespräsidenten ein, welches für zwei Tage an der diplomatischen Vertretung in Moskau auflag.

Kondolenzbücher wurden nach dem Ableben Klestils auf Weisung des österreichischen Außenministeriums in allen österreichischen Botschaften weltweit aufgelegt, um besonders offiziellen Vertretern des jeweiligen Empfangsstaates die Möglichkeit zu geben, Abschiedsworte an das verstorbene Staatsoberhaupt zu richten. (APA)

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