UNO-Konferenz zur Bekämpfung von Spam abgeschlossen

19. Juli 2004, 16:55
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80 Prozent aller E-Mails gelangen heute unerwünscht in das Postfach

Unerwünschte elektronische Sendungen, so genannte Spam-Mails, behindern die Entwicklung der Informationsgesellschaft und unterminiert das Vertrauen in Online-Aktivitäten, erklärte der Vorsitzende einer UNO-Expertenkonferenz am Freitag zum Abschluss des dreitägigen Treffens in Genf.

Nach Schätzungen verursache Spam - per E-Mail, SMS oder MMS - der Weltwirtschaft jährliche Kosten in der Höhe von 25 Milliarden Dollar (20,2 Mrd. Euro), sagte Robert Horton weiter. 200 Experten aus 60 Ländern nahmen an der Konferenz teil, welche die Internationale Telekommunikations-Union (ITU) organisierte.

Anti-Spam-Gesetze

80 Prozent aller E-Mails sind heute Spam-Mails. Die ITU will Spam innerhalb von zwei Jahren unter Kontrolle bringen. Dazu sollen die einzelnen Länder Gesetze gegen Spam erlassen, damit Strafverfolgungen auch grenzüberschreitend geregelt werden können. Spam könne nur durch internationale Zusammenarbeit gestoppt werden, waren sich die Experten an dem Treffen einig. Nötig seien auch Kontrollmaßnahmen der IT-Industrie sowie eine bessere Konsumenteninformation.

Die Expertenkonferenz wurde mit Blick auf den zweiten Teil des Weltinformationsgipfels vom 16. bis 18. November 2005 in Tunis organisiert. Ein Thema wird die Internetregulierung sein. Der erste Teil des Gipfels fand im vergangenen Dezember in Genf statt. (APA/sda)

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