Austria kann den GAK doch schlagen

10. Juli 2004, 12:39
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Die Wiener gewinnen gegen den Meister 5:3 nach Elferschießen und holen den Titel zum sechsten Mal

Graz - Die Wiener Austria ist am Freitag ideal in die Fußball-Saison 2004/2005 gestartet, die Violetten holten sich zum sechsten Mal den österreichischen Supercup. Dem entthronten Meister und Cupsieger gelang mit einem 4:2-Sieg im Elfmeterschießen über Double-Gewinner GAK eine kleine Revanche für die verpatzte Saison 2003/2004. Nach 90 Minuten war es nach Treffern von Kollmann (8.) und Pogatetz (54., Eigentor) 1:1 gestanden. Im Elferschießen vergaben für die Grazer Tokic und Aufhauser, beide Male parierte Austria-Goalie Didulica.

Flotte Partie

Nach der Trauerminute für den verstorbenen Bundespräsidenten Thomas Klestil, beide Teams spielten mit Trauerflor, legte der GAK einen Traumstart hin. Allerdings unter Mithilfe der Austria-Defensive, denn nach weiter Flanke von Amerhauser von der linken Seite verfehlten Goalie Didulica und Neuzugang Papac den Ball und die GAK-Tormaschine Kollmann war per Kopf zur Stelle. Ein standesgemäßer Saisonstart für den 27-Jährigen, der die vergangene Meisterschaft mit 27 Treffern als Schützenkönig abgeschlossen hatte.

Nach einem ersten Austria-Warnschuss von Gilewicz (13.) patzte der in der regulären Spielzeit ungewohnt unsichere Didulica neuerlich, diesmal jedoch ohne Folgen. Der Australier segelte an einem Corner von Amerhauser vorbei, den Kopfball von Aufhauser kratzte Janocko per Kopf von der Linie (17.). Der Austria fiel als Antwort wenig Kreatives ein und so war der GAK, der die Austria kommen ließ und sich mehr und mehr aufs Kontern verlegte, stets Herr der Lage. Unrühmlicher Höhepunkt der ersten Spielhälfte war ein Ellbogencheck von Muratovic gegen Gilewicz, der von Referee Steiner allerdings nur mit der Gelben Karte bestraft wurde (19.).

Nach der Pause änderte sich zunächst nur wenig an der Spielcharakteristik, dennoch gelang den ein wenig druckvoller auftretenden Austrianern in der 54. Minute der Ausgleich. Janocko brachte einen Freistoß von halblinks flach zur Mitte, Freund und Feind verfehlten den Ball, ehe Pogatetz den "Roteiro" ans Schienbein bekam und unglücklich ins eigene Tor verlängerte.

Gute Chancen für Entscheidung

Fortan war die Partie ausgeglichen, beide Teams vergaben reichlich Matchbälle. Für die Austria vergab zwei Mal Rushfeldt. Nach Gilewicz-Vorlage scheiterte der Norweger mit einem satten Schuss am glänzenden Almer (69.), nach Dheedene-Querpass vergab der Angreifer stümperhaft (76.). Auf der Gegenseite schoss Kollmann aus elf Metern Didulica in die Arme (77.) und Ehmann köpfelte freistehend drüber (83.). Die letzten Minuten musste die Austria dann mit einem Mann weniger auskommen, denn da das Austauschkontingent bereits erschöpft war, konnte der mit Adduktorenproblemen kämpfende Verlaat nicht mehr ersetzt werden.

Alle Austrianer trafen

Dennoch rettete sich die Austria ins Elferschießen, wo sie dann das bessere Ende für sich hatte. Vier Austrianer trafen, Tokic und Aufhauser scheiterten hingegen an Didulica, der nach seinem Fehler beim 0:1 doch noch zum Matchwinner wurde. (APA)

  • GAK - Austria Wien 1:1 (1:0) nach 90 Minuten - 2:4 im Elfmeterschießen. Schwarzenegger-Stadion, 7.128, SR Steiner.

    Torfolge: 1:0 ( 8.) Kollmann
    1:1 (54.) Pogatetz (Eigentor)

    Elferschießen:

      1:0 Kollmann
      1:1 Vastic
      2:1 Standfest
      2:2 Wagner
      2:2 Tokic - Didulica hält
      2:3 Kiesenebner
      2:3 Aufhauser - Didulica hält
      2:4 Rushfeldt
    

    GAK: Almer - Standfest, Ehmann, Tokic, Pogatetz - Plassnegger, Muratovic (79. Sick), Aufhauser, Amerhauser (71. Dollinger) - Kollmann, Skoro

    Austria: Didulica - Dospel, Afolabi (79. Verlaat), Papac, Dheedene - Sionko, Blanchard (65. Kiesenebner), M. Wagner, Janocko - Gilewicz (71. Vastic), Rushfeldt

    Gelbe Karten: Muratovic bzw. Dospel

    Damen-Supercup:

  • SV Neulengbach - Union Landhaus 2:2 (1:1), 4:3 im Elfmeterschießen
    • Bild nicht mehr verfügbar

      Austria-Neuzugang Libor Sionko (li) im Laufduell mit seinem Exkollegen Mario Tokic.

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