Sturm ist im Premiere-Boot

16. Juli 2004, 10:59
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Bundesliga-Vize Martin Pucher gab Einigung mit Hannes Kartnig bekannt

Wien/Mattersburg - "Sturm Graz und Präsident Hannes Kartnig haben mit uns sachlich die Probleme diskutiert, ist ab sofort im Boot und mit der neuen TV-Regelung solidarisch." Bundesliga-Vizepräsident Martin Pucher gab am Freitag, als mit dem Supercup (GAK - Austria Wien) das erste Match über die Kanäle Premiere und ATV+ flimmerte, die Einigung mit Kartnig bekannt. Kartnig schwärmte von Einzelvermarktung, hatte aber eine Abtretungserklärung für eine gemeinsame TV-Vermarktung unterschrieben.

Pucher ist im Übrigen in der Frage der Zehnerliga mit Rapids Präsident Rudolf Edlinger einer Meinung. Edlinger: "Ich spiele lieber zweimal öfter gegen die Austria als gegen Altach." Der kleine österreichische Markt könne zehn Erstligaklubs kaum ernähren, geschweige denn 16. Edliner: "Es gibt nur 30 Runden, also weniger Heimspiele und weniger Einnahmen. Und ich kann die Sponsoren weniger oft präsentieren." ÖFB-Präsident Friedrich Stickler setzt sich vehement für eine Erweiterung der obersten Liga ein. Sein Hauptargument: "Bei 16 Vereinen ist der Abstiegskampf nicht so zwingend, und mehr junge Österreicher können eingesetzt werden." Das Argument sei in sich inkonsistent, meint Pucher, denn Titel- und Abstiegskampf machen die Liga zugkräftig. Puchers flankierende Maßnahmen: der Österreicher-Topf mit 4,5 Millionen, den der ÖFB noch aufstocken werde. Daraus kriegen Klubs, die Österreicher einsetzen, Geld. Pucher: "Und die Liberalisierung der Kooperationsmöglichkeiten auch mit Regionalligen."

Und demnächst werde es "Regulatorien" geben, beispielsweise soll ein Klub, der bloß einmal die Kadervorschriften negiert, null Euro aus dem Österreicher-Topf erhalten. (josko - DER STANDARD PRINTAUSGABE 10./11.7. 2004)

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