Südossetien lässt georgische Soldaten wieder frei

9. Juli 2004, 18:54
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Friedenstruppen waren am Donnerstag festgenommen worden

Tiflis - Eine Gruppe georgischer Soldaten ist einen Tag nach ihrer Festnahme in der abtrünnigen Provinz Südossetien wieder freigelassen worden. Wie eine Sprecherin der südossetischen Regionalverwaltung am Freitag mitteilte, wurden 35 der 38 Soldaten an einem Grenzübergang Vertretern der georgischen Zentralregierung übergeben. Drei Georgier, denen Verbrechen vorgeworfen würden, befänden sich noch in Haft.

Die als Friedenstruppen in Südossetien stationierten georgischen Soldaten waren am Donnerstag festgenommen worden. Die Spannungen zwischen der Zentralregierung in Tiflis und der abtrünnigen Provinz Südossetien haben sich in den vergangenen Wochen zunehmend verschärft. Der neue georgische Präsident Michail Saakaschwili will die Region ebenso wie die abtrünnige Provinz Abchasien wieder unter die Kontrolle Georgiens bringen. Er hat wiederholt erklärt, dieses Ziel friedlich erreichen zu wollen.

Seit einem separatistischen Aufstand ist Südossetien seit rund zwölf Jahren faktisch eigenständig. In der Region sind Kontingente russischer, georgischer und südossetischer Soldaten stationiert, die die Einhaltung der 1992 vereinbarten Waffenruhe überwachen sollen. (APA/AP)

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