Schockierende Bilder als Argument für Israels Sperranlage

12. Juli 2004, 10:37
68 Postings

"Komitee für ein sicheres Israel" versandte Postkarten mit Bildern von Opfern eines Terroranschlags: "Gegner des Anti-Terrorzaunes "ignorieren diese Bilder"

Wien - Die Postkarte zeigt ein Bild des Schreckens: Leichen von israelischen Buspassagieren, offensichtlich von einer Bombenexplosion getötet. "Gegner des Anti-Terrorzaunes ignorieren diese Bilder" steht in weißer Schrift darauf. Das "Komitee für ein sicheres Israel" hat diese ungewöhnliche Postsendung am Mittwoch in Österreich verschickt.

Auf der Rückseite der Karte wird die Botschaft präzisiert: "Die Festung Europa schützt sich mit Polizei, Armee und Kriegsschiffen gegen arme, arbeitssuchende Flüchtlinge, Israel gegen Mörder." Als Absenderadresse wird jene der israelitischen Kultusgemeinde in Wien angegeben. Eine Aktion der Kultusgemeinde sei dies aber nicht, so Generalsekretär Avshalom Hodik. "Dieses Komitee setzt sich aus besorgten Gemeindemitgliedern zusammen", erklärt er im Gespräch mit der APA. Sowohl israelische als auch österreichische Staatsbürger wären beteiligt. Namen von Komiteemitgliedern wollte Hodik nicht nennen.

Die Initiatoren würden der "Kampagne wegen des Schutzzaunes mit Argumenten entgegentreten" wollen, so Hodik. Deshalb sei die Postkarte mit dem schockierenden Motiv an Politiker, Künstler und Medien verschickt worden. Zwar seien Funktionäre der Kultusgemeinde nicht Mitglieder des "Komitees für ein sicheres Israel", als Privatperson unterstütze er aber diese Aktion, so Hodik. Und weiter: "Obwohl die Mauer ihr Ziel erreicht hat, ist sie keine zukunftsträchtige Lösung. Die Lösung kann nur in einem friedlichen Nebeneinander von Israelis und Palästinensern liegen." (APA)

Share if you care.