Das persönliche Fotolabor für Digicam-Besitzer

27. Juli 2004, 13:33
posten

Mit noch einfacher bedienbaren und schnelleren Fotodruckern hofft Canon, sich vom Trend zu Digitalkameras auch eine Umsatzscheibe abschneiden zu können

Ob Hobby- oder Profifotograf - der Trend zur Digitalkamera hat sich durchgesetzt. Einher geht damit ein geändertes Fotografierverhalten. Die Technologie erlaubt noch schnellere Schnappschüsse, fotografiert wird auf Teufel komm raus. Allein in Österreich sollen, vorsichtigen Schätzungen zufolge, heuer mit rund 850.000 "Digis" mehr als 300 Millionen Aufnahmen gemacht werden.

Nur jedes vierte Bild wird auf Fotopapier ausgedruckt

Doch nicht alles, was mit der Kamera festgehalten wird, wird auch zum Foto, das man in den Händen halten kann. Nur jedes vierte Bild wird auf Fotopapier ausgedruckt - entweder in einem Fotolabor oder zu Hause auf dem Fotodrucker. Um Letzteres für Konsumenten noch attraktiver zu machen, bringt der japanische Kamera- und Druckerkonzern Canon ab September eine Reihe von Fotodruckern auf den Markt, die das Ausarbeiten in den eigenen vier Wänden schneller und kostengünstiger machen sollen.

Die neue Druckergeneration namens "Pixma" (Bild) basiert auf der von Canon entwickelten "Fine"-Technologie (Full-photolithography Inkjet Nozzle Engineering). Fine-Druckköpfe haben Mikrodüsen in minimaler Toleranz und sind den Angaben zufolge in der Lage, bis zu 147 Millionen Tintentröpfchen in der Sekunde mit einer bislang nicht erreichten Genauigkeit auszustoßen.

Die bei der Pixma-Premiere in Cannes gezeigten Ausdrucke stechen dem Betrachter auf den ersten Blick auch angesichts der Farbbrillanz ins Auge. Auf den zweiten Blick und im Vergleich mit Ausdrucken auf Konkurrenzprodukten wirkt diese Brillanz jedoch nicht immer "lebensnah". Mag sein, argumentiert ein Canon-Produktmanager gegenüber dem STANDARD, die Kunden jedoch würden kräftige Farben lieben.

Preisklasse

Die Preise für die neuen Pixma-Drucker, die teilweise PictBridge-kompatibel sind (ein Standard für den Direktdruck von Bildaufnahmegeräten) beginnen bei den Einstiegsmodellen iP1500 und iP2000 mit 69 bzw. 89 Euro. Die Midrange-Geräte iP3000 und iP4000 liegen bei 139 bzw. 159 Euro. Der Ausdruck eines 10 x 15 Zentimeter großen Fotos mit dem iP4000 benötigte bei der Demonstration etwa 36 Sekunden. Die Kosten dafür wurden je nach Farbverbrauch auf 40 bis 60 Cent (inklusive Papier) beziffert.

Design

Großer Wert wurde bei den neuen Geräten aufs Design gelegt, damit das "Fotolabor" für zu Hause auch im Wohnzimmerregal zur Geltung kommt. (Karin Tzschentke aus Cannes, DER STANDARD Printausgabe, 9. Juli 2004)

Link

Canon

Share if you care.