Ferienbeginn im Westen und Süden

10. Juli 2004, 09:29
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Starker Reisevekehr für Samstag erwartet - Schulpsychologen beraten bei Schulproblemen

Wien - Rund 730.000 Schüler in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark haben ihre Zeugnisse erhalten und starten in die neunwöchigen Sommerferien. Schulbeginn ist für sie wieder am 13. September (15. September für die Höheren Schulen).

Reiseverkehr hat eingesetzt

Der Reiseverkehr hat am Freitagnachmittag begonnen, wird jedoch am Samstag erst richtig losgehen. Blockabfertigung gab es laut ÖAMTC vor dem Tauern Tunnel- Nordportal im Zuge der Tauernautobahn (A10) und vor dem Ehrentalerberg Tunnel der Südautobahn (A2) bei Klagenfurt Richtung Italien.

Kilometerlange Staus auf der Pyhrnpass Straße

In Oberösterreich kam der Verkehr auf der Pyhrnpass Straße (B138) Richtung Liezen bei Kirchdorf immer wieder zum Erliegen. Die Staus reichten zeitweise acht Kilometer weit bis auf die Pyhrn Autobahn (A9) zurück. Auch auf der Mühlkreis Autobahn (A7) im Großraum Linz mussten sich die Autofahrer Richtung West Autobahn abschnittsweise gedulden.

Keine Angst vor schlechten Noten

Für viele war die Zeugnisverteilung kein Freudentag sondern ein Tag voller Ängste. Nachzipf oder gar die Klasse wiederholen stellt sich allerdings im Nachhinein häufig als positiver Effekt für den Schüler heraus. Am Zeugnistag sind jedoch "Versagensgefühle" bei Kindern mit Schulproblemen dominant. "Wenn die Zeugnisse ausgeteilt werden, treten bei Kindern und Jugendlichen oft rapide Ängste auf", weiß Schullandesrat Siegi Stemer aus seiner langjährigen Erfahrung als Lehrer. Er rät den Eltern, mit ihren Kindern das Gespräch zu suchen und die professionellen Beratungsangebote zu nützen. Keinesfalls soll auf die Schüler mit Vorwürfen der Eltern noch weiterer Druck ausgeübt werden.

Einfühlsame Unterstützung durch die Eltern

"Einfühlsame Unterstützung durch die Eltern und kompetente Beratung durch Fachleute sind am besten geeignet, um schulische Probleme in den Griff zu bekommen", so Stemer: "Schlechte Noten müssen ernst genommen werden, aber gerade in dieser Situation sind Ruhe und Besonnenheit gefragt, denn Panik ist immer ein schlechter Ratgeber."

Nachzipf ist nicht weiter schlimm

Eine Prüfung im Herbst ist laut Stemer kein Beinbruch: "Wer rechtzeitig zu lernen beginnt und dabei ein paar wichtige Grundregeln einhält, hat nichts zu befürchten und kann die Ferien trotzdem genießen. Wer nicht weiß, wie und was er lernen soll, kann sich Rat bei Fachleuten holen."

Die Experten der Schulservicestelle, des Schulpsychologischen Dienstes und der Ausländerberatung gewähren rasche und individuelle Hilfe bei allen Schulfragen. Die Kontaktaufnahme ist unbürokratisch, die Hilfestellung ist kostenlos und auf Wunsch anonym.(APA)

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