Legionellenskandal in Klagenfurt: Hektische Suche nach Schuldigen

9. Juli 2004, 20:33
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Nach dem Tod eines Campinggastes in Klagenfurt ermittelt der Staatsanwalt

Klagenfurt - Der Klagenfurter Legionellen-Skandal weitet sich aus. Für den Tod eines 60-jährigen Campingplatzbesuchers - der Staatsanwalt ermittelt wegen fahrlässiger Tötung - wird jetzt ein Schuldiger gesucht.

Wasser zuwenig erhitzt

Der Vorstand der Stadtwerke verweist auf die Installationsfirma, die die Duschanlagen auf dem Campingplatz vor zwei Jahren neu gebaut hat und dabei keine Möglichkeit für eine keimabtötende Erhitzung des Wassers auf 70 Grad vorgesehen habe. Das weist die Firma vehement zurück. Es sei sehr wohl eine Heizpatrone eingebaut worden. Das Wasser sei aber von den Stadtwerken mittels Wärmepumpe konstant auf unter 50 Grad gehalten worden. Dazu schweigt der Stadtwerke-Vorstand und verweist auf die laufenden Ermittlungen.

Außerdem soll es keine gültige Campingplatzbewilligung nach neuesten EU-Standards geben, nur eine aus der Zeit um 1910. Für Bürgermeister Harald Scheucher (VP) ist auch die Vorgangsweise der Gesundheitsbehörde fragwürdig. Montag gibt es dazu eine Sondersitzung des Stadtsenats. (stein, DER STANDARD Printausgabe 9.7.2004)

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