Familien irakischer Kriegsopfer verklagen Regierung in London

9. Juli 2004, 16:53
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In 91 Fällen Schadenersatz gefordert

London - Die britische Regierung hat 91 Schadenersatzklagen von Angehörigen irakischer Kriegsopfer erhalten, wie das Verteidigungsministerium in London am Donnerstag mitteilte. 33 der Fälle beziehen sich auf die Zeit vor dem Ende der Hauptkampfhandlungen am 1. Mai. Von den mutmaßlichen Opfern der britischen Streitkräfte kamen 19 bei Luftschlägen ums Leben. 52 Iraker sollen erschossen worden sein, wie aus den Zahlen des Verteidigungsministeriums hervorgeht. Der Bericht wurde am Mittwoch dem Parlament vorgelegt.

Weitere Opfer kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben oder starben, als Munition der Koalitionstruppen explodierte. In vier Fällen geht es um Iraker, die in Haft gestorben sind. Nach Angaben des Ministeriums wurden bisher 54 Schadensersatzklagen abgelehnt und drei angenommen. Über die 34 weiteren müsse noch entschieden werden. (APA/AP)

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